Neptun 210

Die Neptun 210 war ein sehr beliebtes Segelschiff für Neueinsteiger aufgrund ihres sportlichen Segelverhaltens. Sie wurde von 1964 bis 1973 gefertigt. Die Neptun 210 gab es nur als Schwertboot und sollte später durch die 212er, die eine Weiterentwicklung der 210er war, auch als Kielschwerter gebaut werden. Die Neptun 210 war durch das Schwert, welches von dem im Innenraum befindlichen Schwertkasten leicht bedient werden konnte und vollständig im Schwertkasten verschwand, ideal für die Binnenseen mit Flachwasser geeignet. Wie jede Neptun noch heute ist auch die 210er im aufwendigen Handauflegeverfahren hergestellt worden. Sie bestehen alle aus glasfaserverstärktem Polyester, welches jegliche Formgebung ermöglicht und das höchste Maß an Festigkeit und Beständigkeit bietet. Besonders stark beanspruchte und belastete Stellen können aufgrund dieses aufwendigen und sorgfältigen Verfahrens besonders verstärkt werden und bieten somit das höchste Maß an Festigkeit.


Ganz auf Sicherheit ausgelegt sind auch bei der Neptun 210 die selbstlenzende Plicht und die Aufbauten mit den aus hochwertigen Teakholz gefertigten Handläufen, die für einen sicheren Gang zum Bug sorgen. Dies wurde durch eine in der Gelcoatschicht eingearbeitete, rutschfeste Profilierung der begehbaren Flächen auf Deck ebenfalls unterstützt. Die 210er hat eine ausreichend große Plicht. Für heutige Neptun-Verhältnisse untypisch ist, dass dieses Modell keinen Motorschacht besitzt. Ein Außenborder bis 6 PS konnte nur am Heck gefahren werden. Stauraum für Fender und Festmacher ist ausreichend vorhanden in der geräumigen zum Heck befindlichen Backskiste.
Die Inneneinrichtung war funktionell. Mit den zwei unter der Plicht befindlichen Hundekojen und den zwei im Vorschiff befindlichen Schlafplätzen hatte die Neptun 210 vier bequeme Kojen. Der Hohlraum unter den Kojen wurde als Stauraum umfunktioniert und konnte durch hochklappen der Polster von oben bestückt werden. Mitschiffs wurde auf dem Schwertkasten ein Tisch eingeplant, so dass ein bequemes sitzen und essen möglich ist. Unter dem Laufdeck bestand ebenfalls die Möglichkeit die Schwalbennester reichhaltig zu bestücken.